5 Entscheidungen, die unsere Beziehung im Familienalltag wirklich tragen
Shownotes
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Bevor du weiterliest, kurz eine Klarstellung: In dieser Folge geht es nicht um Love Rules im Sinne von mehr Romantik, mehr Dates oder mehr Kerzenschein.
Es geht um etwas viel Bodenständigeres – und genau deshalb um etwas sehr Wirksames:
Ich spreche über 5 Regeln, die wir für uns als Paar eingeführt haben, um unseren gemeinsamen Alltag leichter zu machen.
Regeln, die uns helfen, uns im Trubel nicht aus den Augen zu verlieren, uns gegenseitig zu entlasten, statt zusätzlich Druck zu machen. Und um Raum für Leichtigkeit und Nähe zu schaffen.
Diese Regeln klingen nicht besonders romantisch. Aber sie sorgen dafür, dass unsere Beziehung im Alltag überhaupt möglich bleibt.
In dieser Folge teile ich:
- unsere großen und kleinen Entscheidungen als Paar
- was sich dadurch konkret verändert hat
- wo wir gestruggelt sind – und was uns wirklich geholfen hat
Eine Mischung aus Realtalk, persönlichen Erfahrungen und ehrlichen Impulsen, die ihr für euch reflektieren könnt.
Diese Folge ist für dich, wenn du:
- Beziehung nicht perfektionieren, sondern tragfähig gestalten willst
- Inspiration suchst, ohne dir sagen zu lassen, wie du zu leben hast
- dich fragst, was euch als Paar im Alltag wirklich hilft
🎧 DAS NEUE WIR Für ehrliche Verbindung im Familienalltag.
Bitte lass gerne eine positive Bewertung da, wenn dir die Folge gefällt <3 Teile sich auch gerne mit jemandem, den diese Folge interessieren könnte :)
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast das Neuvier, der Podcast für Eltern, die nicht nur funktionieren, sondern sich wieder als Paar fühlen wollen.
00:00:12: Und die Real Talk Schätzen darüber, wie es als Eltern eben auch ist.
00:00:17: Mein Name ist Tanja Zimmermann und ich freue mich, dass du hier bist.
00:00:26: Hallo, schön, dass du heute wieder mit dabei bist oder ihr wieder mit dabei seid.
00:00:31: Ich freue mich wirklich sehr bei diese Podcastfolge, weil ich habe lange überlegt, welches Thema denn nicht noch spannend sein könnte.
00:00:39: Und habe mir gedacht, ich möchte so die fünf Love Rules mit dir, mit euch teilen, nach denen mein Mann und ich leben oder versuchen, die meiste Zeit so gut es geht zu leben.
00:00:52: Wir sind nicht perfekt, also auch das ist ein großes Learning für uns gewesen.
00:00:56: Eine... positive Fehlerkultur, wie es oft so heißt, auch selbst zu leben und auch zu akzeptieren, dass immer wieder was nicht so läuft, wie man sich denkt.
00:01:07: Aber für uns sind diese Love-Rules wirklich fünf wesentliche Linien, nach denen wir uns versuchen, so gut wie möglich zu halten, und zwar beide gleichermaßen.
00:01:17: Ja, und der Hintergrund ist, wenn du diesen Podcast schon ein bisschen länger verfolgst, ich meine, er ist ja noch jung, aber wenn du mich schon ein bisschen besser kennst, weißt du, dass die Beziehung zwischen mir und meinem Mann auch jetzt nicht immer einfach war, seit wir Kinder haben.
00:01:30: Also wir hatten unsere Höhen und Tiefen, wir haben unsere Phasen.
00:01:33: Das ist ja auch tatsächlich der Grund oder eine der Gründe, warum ich diesen Podcast unbedingt machen wollte, weil ich das Gefühl hatte, es braucht einfach viel, viel mehr Ehrlichkeit und es braucht auch Stimmen, die aufrichtig sagen, ja, es ist... sehr oft auch sehr herausfordernd.
00:01:48: Also ich will jetzt gar nicht sagen manchmal oder ab und an, sondern es ist wirklich sehr oft sehr herausfordernd, je nachdem in welcher Lebensphase ich gerade mit meinem Kindern bin, mit der Beziehung bin und natürlich... Wie ich schon gesagt habe, es ist eine Phase.
00:02:02: Das heißt, es geht auf und ab.
00:02:04: Aber ja, es braucht da, glaube ich, einfach ein bisschen mehr Ehrlichkeit.
00:02:08: Und mein Mann und ich.
00:02:10: Wie soll ich sagen?
00:02:11: Diese Love Rules haben für uns wirklich vieles verändert, weil sie für sehr starke Klarheit gesorgt haben.
00:02:16: Und das ist etwas, was wir persönlich sehr verloren hatten, als vor allem unser erstes Kind auf der Welt war.
00:02:22: Weil davor mussten wir uns quasi nur mal uns selbst kümmern und hatten ein sehr, sehr feines Leben.
00:02:27: Und dieses feine Leben ging auch weiter.
00:02:29: Aber natürlich... nahmen die Selbstbestimmung wahnsinnig ab und die Verrentbestimmung nahmen extrem zu.
00:02:34: Und es wurde vieles sehr unklar, wer ist, wofür verantwortlich, wie wollen wir mit gewissen Dingen umgehen.
00:02:40: Und ich bin ein sehr strukturierter Mensch, ganz anders als mein Mann, der sehr intuitiv ist.
00:02:44: Das heißt, da jetzt Eintaustregeln, Regeln aufzustellen, das würde ihn sehr unglücklich machen.
00:02:50: Deswegen haben wir gesagt, nein, wir wollen Fokus auf das Wesentliche, was ist so die Basis, auf der wir zusammenarbeiten wollen.
00:02:57: Also zusammenarbeiten, zusammenleben wollen und unsere Kinder großziehen wollen.
00:03:01: Ja.
00:03:01: Und tatsächlich hat das aus dem Grund sehr geholfen, weil wenn wir ehrlich sind, wenn Kinder da sind, vor allem kleine Kinder und unsere beiden Kinder sind noch sehr klein, da ist Liebe nicht immer leicht und fühlt sich auch nicht immer leicht an, weil auch der Platz dafür oft gar nicht so da ist, um für Leichtigkeit zu sorgen.
00:03:18: Also ich habe beispielsweise letzten Seine Bekannte getroffen und sie hat mir erzählt, dass ihre Tochter auch noch sehr jung sind, wenn dort nach dem Aufstehen.
00:03:27: Das Wohnzimmer völlig verwüstet hat.
00:03:29: Na ja, du bist gerade erst aufgestanden.
00:03:31: Du hast vielleicht noch nicht bei deinen Kaffee deinen Tee getrunken und musst eigentlich schon das alles beseitigen.
00:03:36: Und das sind alles Dinge, die man natürlich ohne Kinder gar nicht hat, dieses permanente Stresslevel.
00:03:41: Da kann man sich gemütlich zusammensetzen, morgen, sondern an der Beziehung arbeiten, miteinander sprechen.
00:03:46: Gemeinsamtinge planen etc.
00:03:48: Das passiert bei Kindern oft mal so im Zurufen, so nebenbei oder nachts, wenn beide schon völlig erschöpft sind.
00:03:54: Und deswegen braucht es oft so kleine Änderungen, die groß bewirken können.
00:03:58: Also ich glaube gerade als Eltern von jungen Kindern, da sind es oft diese kleinen Zwischenerfolge, die sehr, sehr wesentlich sind und die man nicht außer Acht lassen darf.
00:04:08: und von dem her ist es ganz, ganz wichtig da einen Fokus zu haben, um... wirklich wieder füreinander mehr da zu sein.
00:04:15: Also, ihr werdet auch merken oder du wirst auch merken, diese fünf Love Rules, das ist nicht nur, dass man miteinander besser kann, sondern dass man auch füreinander etwas tut, um den anderen jeweils zu entlasten, weil das einfach extrem hilft, um wieder runterzukommen.
00:04:29: Und das ist halt auch ganz wichtig.
00:04:30: Ein Learning von mir, was bei mir war, ich habe mich selbst tatsächlich in den ersten Jahren als Mama wirklich gefühlt fast vollständig verloren, freiwillig, aber ich habe mich auch sehr vermisst, Zeit mit mir zu verbringen beispielsweise, die dann gar nicht mehr da war.
00:04:45: Und da haben diese Love Rules wirklich extrem geholfen.
00:04:48: Bevor ich jetzt reinsteige in die Love Rules... Noch kurz die Erinnerung, was auch sehr gut hilft, ist das Freebie, dass du dir jederzeit runterladen kannst kostenlos.
00:04:57: Das war wirklich für unseren Mega-Game-Changer auch.
00:04:59: Da geht es um so kleine kleine Rituale, die man in den Alltag packen kann.
00:05:03: Und das macht wirklich so einen Unterschied, wie man miteinander umgeht und zueinander ist und einer noch zeigt, wie wichtig man ist und das in der kürze Zeit.
00:05:12: Na gut, dann würde ich sagen, starten wir meine Love Rules rein.
00:05:16: Was da der Hintergrund war, ich habe schon gesagt, wir waren noch nicht sehr unterschiedlich.
00:05:19: Wir haben aber beide gesehen, wir müssen was ändern mit der Zeit, weil wir uns wirklich gefühlt haben, so ein bisschen wie mit Zimmer genossen, die per se... Es gut finden, gemeinsam in einer Wohngemeinschaft zu sein.
00:05:30: Aber ja, der Spaß, die Leichtigkeit, das Lachen dafür blieb eigentlich kaum noch Zeit.
00:05:37: Wir haben auch gemerkt, dass wir teilweise gegeneinander gearbeitet haben, weil wir einfach sehr viele Dinge sehr unterschiedlich sehen, was auch vollkommen okay ist.
00:05:45: Aber da war es dann eben wichtig so aus.
00:05:47: Das braucht der Basis.
00:05:49: Und damit komme ich auch schon so ... eigentlich wesentliche Love Rule Nummer eins, die mehr mit den Kindern auch zu tun hat, aber auch sehr stark, wie trete ich als Paar auf.
00:06:00: Und zwar, was für uns wichtig war, war ab sofort gemeinsam von den Kindern aufzutreten.
00:06:06: Was heißt das?
00:06:06: Ich nehme jetzt mal ein Beispiel.
00:06:07: Mein größtes Vorbild war hier tatsächlich meine Tante und mein Onkel.
00:06:11: Die beiden haben drei gemeinsame Kinder.
00:06:14: Also Hut ab, das ist ja echt Next Level in meiner Welt jetzt.
00:06:18: Und was ich so ... Was so toll bei beiden Fanden ist, das habe ich natürlich mitbekommen als Nichte, ist, sie haben alles gemeinsam durchgezogen.
00:06:25: Wenn der eine Nein gesagt hat, hat der andere auch Nein gesagt.
00:06:28: Und nicht währenddessen dem anderen dreien Geräte, dem Sinne von, ja naja, wäre es nicht okay, wenn.
00:06:34: Oder umgekehrt, wenn der eine ja sagt, dass der andere sagt, na das sollten wir lieber nicht machen.
00:06:38: Und schon gar nicht für den Kindern.
00:06:39: Also sie haben wirklich immer... Wenn der eine was gesagt hat, akzeptiert und respektiert, dass das für beide gilt als Aussage.
00:06:45: Also sie waren extrem konformen hier um Auftreten.
00:06:49: Und ich fand das wirklich sehr inspirierend und habe mir das tatsächlich auch immer vorgenommen, als ich doch keine Kinder hatte.
00:06:57: Und dann hatte ich Kinder mit meinem Mann.
00:06:59: Oh Mann, ich glaube, man erkennt es schon immer im Lachen.
00:07:01: Dass uns das am Anfang nicht so gut gelungen ist, wir hatten tatsächlich sehr, sehr viel Streitpotenzial zu begehen in verschiedenen Situationen.
00:07:09: Der eine sagt nein, der andere sagt ja, der eine sagt, keine Ahnung, das darf nicht sein, der andere sagt doch, das sollten wir doch überlegen und so weiter und so fort.
00:07:18: Also wir haben uns tatsächlich vor dem Kind oftmals korrigiert, also den anderen korrigiert und das hat natürlich für Streitpotenzial gesorgt, weil sich der andere ein bisschen in den Rücken, also sich so angefühlt hat, dass würde man ihm in den Rücken fallen.
00:07:33: Oder es wäre seine Kritik, dafür war er keine.
00:07:36: Aber Achtung, es waren oft sehr stressige Situationen, wo das Nervsystem schon sehr angespannt war.
00:07:41: Und andererseits war es aber auch, dass der kleine dann oft nicht wusste, was ist jetzt Sache oder auch... ehrlicherweise sehr schnell gemerkt hat, wo muss und wo für hingehen.
00:07:51: Und das sagt man ja auch oft, dass Kinder sehr bald wissen, zu wem sie gehen sollen, wenn sie was haben wollen.
00:07:55: Und dann werden wir einfach für uns beschlossen.
00:07:57: Das wollen wir nicht mehr, wir wollen eine Einheitlichkeit haben.
00:08:00: Das heißt, selbst wenn es so ist, dass mein Mann heute etwas sagt oder... etwas auf eine Art und Weise sagt, die ich jetzt vielleicht nicht komplett gut heiße oder anders sehen würde, es für den Moment wirklich zu akzeptieren und es höchstens im Nachgang zu besprechen, zum Beispiel abends oder wenn er kleine schläft und da dann tatsächlich für eine bessere Stimmung während des Tages zu sorgen auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch unserem Sohn oder unserer Tochter zu signalisieren, hey, wir beide sind eine Einheit und wenn der eine was sagt, dann ist das zu akzeptieren, weil der andere sieht es genauso.
00:08:33: Und diese Love Rule hat für uns wirklich vieles verändert, weil man dadurch auch den Partner noch mehr respektiert und zwar in seiner Meinung, die vielleicht nicht unbedingt die eigene ist und dass man auch auf respektvolle Art und Weise nicht emotional in einer schwierigen Situation sowas ausdiskutiert und vielleicht auch sich beratschlagt, wie möchte man künftig mit dem Besson gehen.
00:08:53: Und dass es so die Love Rule Nummer eins, also gemeinsam auftreten vor den Kindern als Einheit, das hat für uns als Paar ist nicht viel verändert.
00:09:02: Was die zweite Love-Rule war oder ist, die einen großen Unterschied für uns gemacht hat, ist eine klare Aufgabe-Aufteilung.
00:09:11: Also man ist heute immer wieder a mental load, vor allem bei Frauen.
00:09:15: Und bei uns ist das Ganze ein bisschen anders, dadurch, dass wir beide selbstständig sind, macht jeder fünfzig Prozent von der Childcare, also von der Kinderbetreuung.
00:09:24: Und ich möchte dazu sowieso noch gerne mal eine extra Folge machen, wie das ist, wenn wirklich alles geteilt wird, weil es gibt sehr viele Vorzüge daraus, es gibt aber auch einige Sachen, die man dabei bedenken muss.
00:09:35: Was bei uns aber dadurch war, ist, jeder war für alles zuständig.
00:09:39: Also jeder war fürs Kochen, fürs Putzen, fürs Einkaufen, für die Sachen besorgen, fürs Herrichten etc.
00:09:44: zuständig.
00:09:45: Und es gab irgendwie keine klare Aufdammteilung.
00:09:47: Das achtet es sogar so sehr aus, dass ... ja.
00:09:52: ist beinahe eine Beschäftigungstherapie wurde.
00:09:54: Also wie meine ich das?
00:09:55: Im Sinne von, wenn man dann zu Hause war, ab dem Moment, also es kaum in der Tür drin gewesen, habe ich ihn schon gebeten, ob er das tun könnte oder mir da helfen könnte oder das noch machen kann.
00:10:07: und das ist noch zu tun.
00:10:08: Also er konnte eigentlich gar nicht wirklich ankommen, sondern sobald er da war, habe ich meine Verantwortungsbereiche komplett aufgeteilt mit ihm.
00:10:16: Ganz automatisch.
00:10:18: Und umgekehrt was genauso, wenn ich heim kann.
00:10:20: Und das ist auch voll okay, wenn jemand einen ganz stressigen Tag mit den Kindern hatte.
00:10:24: Was wir bei gesagt haben oder gemerkt haben ist, es sind ja dann beide ständig beschäftigt, sobald man Zeit miteinander verbringt.
00:10:31: Also auch am Wochenende als Familie sind ja beide immer beschäftigt.
00:10:35: Und in Wirklichkeit kann vieles, kann man vieles auch, ab einem gewissen Alter der Kinder.
00:10:40: Das war bei uns zum Beispiel der kleine, ja zwei, ein Vierteljahr alt war und die kleine Maus drei Monate.
00:10:47: kann man eigentlich schon wirklich sehr, sehr gut, sehr lange alleine auf beide Kinder schauen und die Tudus ein bisschen schaukeln.
00:10:53: Und unser Plan war, hey, lass uns doch Momente schaffen, wo einer lieber alles macht und der andere kann dafür abschalten.
00:11:03: Als Beispiel, mein Mann hat sich jetzt angewöhnt, die Morgenroutine mit den Kindern allein zu machen, weil das ist so Aufstehen, Anziehen, Zähne putzen, Frühstückherrichten.
00:11:13: Das geht meistens so im Stakato recht schnell.
00:11:15: In einer Stunde, dass alles erledigt ist.
00:11:18: Und diese Stunde darf ich zum Beispiel dann für mich nehmen, um endlich auch wieder Yoga zu machen.
00:11:22: Um zu entspannen, weil mir das extrem gut tut.
00:11:25: Oder auch um diese Podcast-Folgen aufzunehmen, die mir sehr im Herzen liegen.
00:11:29: Also wir versuchen dann wirklich für den anderen bewusst... Zeit frei zu spielen, dass der wirklich nichts machen muss.
00:11:35: Und was wir auch gesagt haben ist und was sehr geholfen hat, die Aufgabe, man sich klarer aufzuteilen.
00:11:40: Und ich habe wirklich gemerkt, das hat mich massiv entlastet.
00:11:43: Das heißt, die zweite Love Rule war für unsere klare Aufgabenteilung, weil wir dadurch auch gemerkt haben, hey, wir haben einerseits wieder mehr Zeit für uns alleine auch, was extrem für die Beziehung hilft, weil wir oftmals mehr in unsere Mitte sein können.
00:11:59: Aber auch, dass wir im Alltag die Aufgaben ganz klar aufgeteilt haben und wirklich geschaut haben, okay, wer ist wofür zuständig, so dass es da keine Diskussionspunkte mehr gibt.
00:12:10: Die zweite Laufruhe geht in eine sehr ähnliche Richtung, nämlich, dass wir gesagt haben, dass nur noch einer die Abendroutine macht, jetzt nicht zwangsweise jeden Abend, aber auf jeden Fall mehrere Abende die Woche.
00:12:23: Und Hintergrund ist tatsächlich, dass mein Mann vor allem abends gut arbeiten kann und bei der Abendroutine dann aber trotzdem meistens mitteinschläft, weil man vom Tag so erschöpft ist.
00:12:35: Und wir haben dann gesagt, okay, dann... mach ich quasi öfter die Abendroutine alleine mit den Kindern, was auch den Vorteil hat, unsere Maus ist ganz klein, die wird noch gestillt, also ich muss ja sowieso dabei sein, vor allem beim Schlafungen gehen.
00:12:49: Da haben wir wirklich gesagt, hey, das macht auch an näheren Arbeiten nur einer von uns beiden, sodass der andere entlastet ist, dass der arbeiten kann oder vielleicht auch Zeit für sich hat, eine Serie schauen kann, lesen kann, etc.
00:13:02: Und wir haben einfach gemerkt, dass das extrem viel verändert für uns.
00:13:08: Also, je mehr Zeit wir für den anderen freispielen, desto angenehmer ist es für uns.
00:13:13: Man vermisst dann natürlich, aber andererseits braucht der andere auch Zeit für Arbeit, für Sport, für sich selbst.
00:13:21: Deswegen, dritte Love Role, nur einer macht die Abendroutine.
00:13:25: Wir haben als vierte Love Role tatsächlich, dass wir unsere Handys nach zwanzig Uhr nicht mehr anfassen.
00:13:32: Das ist in der heutigen Zeit fast schon provokativ möchte man sagen, aber ganz ehrlich, Hand aufs Herz, wer saß nicht schon mal abends am Sofa und ist dann durch Social Media gesurft, hat dem anderen vierhundert Reels gesendet, meistens über das Thema Kinderziehung, so lustige Reels, also ich liebe so lustige Kurzvideos, ich finde sie super witzig, ja, es ist eine extrem schnelle Unterhaltung, wo man einfach vor sich hin schmunzelt, allein am Sofa, aber... Diese Love-Roll ist deswegen entstanden, weil man ehrlicherweise sagen muss, dieses Scrollen durch Social Media ist so viel Zeit intensiver als es einem vorkommt, während man sofort sich hin scrollt, da vergehen ja oft.
00:14:13: ein, zwei Stunden.
00:14:15: Und das ist ja auch kein Miteinanderlachen, weil man miteinander spricht und dadurch auch Beziehungsarbeit leistet, sondern es ist Lachen über etwas.
00:14:23: Zwar gebeidensam, aber eigentlich von anderen Menschen.
00:14:26: Und das ist cool, aber das sollte jetzt nicht für uns zumindest der Alltag sein in unserer Beziehung, weil wir einfach gemerkt haben, dass das unsere uns auf Dau-Substanz-Beziehungssubstanz kostet.
00:14:39: Und was wir aber auch gemerkt haben ist, in der heutigen Zeit, ich weiß nicht, wie es euch da geht, aber wir greifen extrem schnell einfach mal so zum Handy aus Langeweile.
00:14:48: Oder wenn wir mitten im Gespräch sind und zum Beispiel über eine Person sprechen, irgendwie ein Historisch, wenn wir uns letztens historisch über Maria Theresia unterhalten, weil ich im Musical war, und da haben wir immer irgendwas über sie diskutiert.
00:15:02: und anstatt dass man Wenn man etwas nicht genau weiß, das einfach mal so hinnimmt, habe ich sofort mein Handy genommen und drum geguggelt, weil ich jetzt genauer wissen wollte, welche Jahreszahle etc.
00:15:12: wann das passiert ist und so weiter.
00:15:14: Aber es ist ja trotzdem immer wieder ein Unterbrechen des eigentlichen Gesprächs und dementsprechender Gesprächskwalität.
00:15:21: Das ist nichts anderes als eine Ablenkung.
00:15:23: Und von dem haben wir wirklich gesagt, okay, nach zwanzig Uhr.
00:15:27: kein Handy.
00:15:28: Das ist die Regel, an die möchten wir uns jetzt halten.
00:15:31: Und es hat wirklich extrem viel verändert, weil wir das Gefühl haben, unsere Abende sind länger.
00:15:37: Das grenzt schon fast soweit, dass wir sagen, wenn man alleine draußen ist, dass einer mal wieder langweilig ist.
00:15:44: Das kann ja auch ein willkommenes Gefühl sein in der heutigen Zeit, dass man sich mal wieder fatigiert am Sofa und sich denkt, okay, was mache ich jetzt eigentlich mit meiner Zeit?
00:15:52: Weil oftmals haben wir das Gefühl, dass wir zu wenig Zeit haben.
00:15:56: Das ist ein bisschen dann die Gegenbewegung.
00:15:58: Geht aber super einher, eben auch wieder mit Ritualen beispielsweise, wenn man zu zweit den Abend noch genießt und beide von der Abendroutine wieder zurückgekommen sind, dass man diese Zeit gemeinsam auch nutzen kann und als Paar wirklich auch mal widerspricht und wenn es nur zehn Minuten sind oder den nächsten Tag herrichtet.
00:16:16: Ja, und die fünfte Love Rule ist eine ganz besondere.
00:16:22: Das ist ein bisschen eine Kombination, das hat so mit der inneren Haltung zu tun, nämlich dass eine so Dankbarkeit leben, aber auch Flexibilität ermöglichen.
00:16:32: Was meine ich damit?
00:16:33: Also zuerst das Thema Dankbarkeit.
00:16:35: Das ist etwas, da darf ich mich selbst ja an der Nase nehmen, weil ich Schon, so ehrlich bin ich, ab und an zur Perfektionismusneige.
00:16:45: Schwierigkeiten habe, Erfolge zu feiern.
00:16:49: Und ja, ich weiß nicht, ich war früher extrem dankbar, wo ich noch meine Morgenroutine hatte.
00:16:55: Da habe ich gejournelt, also das war wirklich so ganz klassisch.
00:16:58: Morgenroutine gejournelt, Yoga gemacht und war jeden Tag aufgeschrieben, wofür ich dankbar bin.
00:17:04: Also ich bin heute nicht undankbarer.
00:17:06: Aber es ist mir weniger bewusst, weil ich oftmals so wenig Zeit dafür habe.
00:17:11: Weil den ganzen Tag als ständig Bedürfnisse auf mich einprasseln, Herausforderungen da sind.
00:17:16: Ich dann einfach auch im Moment mit den Kindern bin und da natürlich mir denke ich, ich bin so dankbar dafür, dass sie da sind, dass sie gesund sind, dass ihnen gut geht, dass ich sie habe.
00:17:26: Aber so richtig vor allem, was die Beziehung betrifft, da ist die Dankbarkeit schon weniger geworden oder ich würde sagen unter den ganzen Alltag vergraben.
00:17:36: Und ich habe aber auch gemerkt, da geht es nicht nur mir so.
00:17:39: Auch im Gespräch mit anderen Frauen und Männern, also auch Müttern, Vätern, sagen viele, dass einfach Dankbarkeit für den anderen abgenommen hat.
00:17:47: man da einfach oft, kann ich die Zeit mehr dafür oder es fällt sehr oft auf, was nicht passt oder was noch besser geht.
00:17:54: Mein Mann hatte da die wirklich tolle Idee, mit dem haben wir jetzt angefangen, dass wir jeder ein Buch bekommen haben, also so ein Notizbuch, das durfte sich jeder aussuchen, wie das ausschen soll und wir haben das einander gegeben und jetzt schreibt jeder von uns jeden Tag rein für den anderen, wofür dankbar ist, beim anderen natürlich.
00:18:14: Also ich habe zum Beispiel letztens auch aufgeschrieben, dass ich extrem dankbar war, dass mir so ein tolles Gericht gekocht und dass obwohl er gerade selbst gefasst hat an dem Tag, das war so eine Art brokulis Steak mit selbst gemachten rote Rhyme-Hummus, also da hat er wirklich alles gegeben und dafür war ich extrem dankbar, dass er mir wirklich so eine tolle Malze zubereitet hat.
00:18:35: Und das ist so ein Buch, man muss es nicht so machen wie wir, also man muss kein Buch schreiben, man kann das anders machen, man kann jeden Abend sagen, wofür man dankbar ist in einem Satz zu dem anderen oder auf ein Postage schreiben und irgendwo hinkleben.
00:18:46: Ganz egal, aber Dankbarkeit tatsächlich wieder ins Leben reinzubringen und zwar für den Partner verändert extrem viel, weil diese Selbstverständlichkeit abnimmt.
00:18:57: Also im Sinne von ja, der ist eh da.
00:18:59: Nein, er ist eh da, aber das heißt er nicht für immer und das ist selbstverständlich.
00:19:04: Und von dem her hat das wirklich ganz stark unsere Perspektive geändert Richtung Dankbarkeit.
00:19:09: Und ich werde nachher noch, das Buch liegt auch da, ich werde nachher noch für gestern noch was reinschreiben und dann auch gleich für heute.
00:19:15: Also es geht wirklich schön dahin und wir haben vereinbart, dass wir uns das nach einem Jahr schenken sozusagen, aber ich glaube es könnte auch sein an schwierigen Zeiten, dass wir das vielleicht mal im Vorfeld aufblättern und einfach mal reinlesen, was das so steht.
00:19:31: Ja, und das ist mal die Dankbarkeit.
00:19:33: Dann haben wir noch das Thema Flexibilität.
00:19:36: Flexibilität ist so gemeint, dass, wie soll ich sagen, ich bin so ein strukturierter Mensch, ich liebe es zu planen.
00:19:43: Und jeder von uns hat doch immer so ein bisschen einen Plan im Kopf, so sollte der Tag ausschauen, so sollte jetzt der Morgen aussehen, bis dahin wollen wir da sein, bis dahin wollen wir das erledigt haben.
00:19:53: Und für uns war es eine Love Rule, wo wir gesagt haben, wir begrüßen die innere Flexibilität wieder, also im Sinne von mit dem Flow gehen.
00:20:03: einfach mal passieren lassen und wenn Pläne nicht funktionieren, das einfach mal annehmen.
00:20:08: Das beste Beispiel ist tatsächlich die Abendroutine.
00:20:11: Ich glaube, jeder, der Kinder hat weiß, vor allem kleine Kinder, eine Abendroutine bedeutet nicht.
00:20:17: Ich bringe das Kind ins Bett und dann sage ich tschüss, barg oder nacht und mach die Tür zu, sondern ein Kind wird oftmals von den Eltern begleitet, also beispielsweise, indem es gestillt wird oder ein Fläschchen bekommt, indem man dem Kind was vorliest.
00:20:32: eine Geschichte erzählt oder den Tag reflektieren lässt.
00:20:35: Und je nachdem, wie aufgedreht oder müde das Kind ist, kann eine Abendroutine zwischen fünf Minuten und gut und gerne auf mal hundert-achtzig Minuten dauern.
00:20:45: Also hatten wir auch schon ganz selten, aber doch, dass man wirklich sagt, das Kind ist zum Beispiel so überdreht, es kann, es kommt nicht zur Ruhe, es will wieder aufstehen, etc.
00:20:54: Dann hat man vielleicht das Kind zu früh schlafen gelegt oder es krenkelt, dann ist es eben, dann sind es oft diese hundert-achtzig Minuten, die sehr... wo es sehr viel passiert.
00:21:02: Und innerlich kann es dann einfach sein, dass man diesen Plan hatte, wo man sagt, ich bin dann um halb neun draußen und dann kann ich wegräumen oder kann meine Lieblingsserie schauen.
00:21:12: Und sobald es aber dann halb neun wird oder schon kurz vor halb neun ist, wird man nervös oder genervt, weil es einfach nicht so hinhaut, wie man es für sich gerne gehabt hätte.
00:21:22: Und da haben wir auch gemerkt, dass wir oftmals, wenn zumindest innerlich genervt waren von gewissen Situationen.
00:21:30: Und da kann es schon mal passieren, dass dann der Partner oder die Partnerin, also das Gegenüber so ein bisschen auch der Prell Bock dann im Nachgang dafür ist.
00:21:37: Und deswegen haben wir gesagt, nein, wir wollen da einfach mit mehr Flexibilität herangehen.
00:21:41: Also auch bei einer Abendroutine, wenn ich ins Schlafzimmer gehe, dann gehe ich so mit diesem inneren Mantra rein.
00:21:47: Es kann ewig dauern und das ist okay.
00:21:50: Das hat mir so viel Leichtigkeit gebracht, weil ich mich selbst nicht unter einen Zeitdruck setze.
00:21:55: Weil das Kind dadurch auch in seinem Tempo einschlafen kann.
00:21:59: Weil Kinder oftmals habe ich das Gefühl auch merken, wenn du angespannt bist und dieses Gefühl dann direkt übernehmen.
00:22:05: Zumindest scheint es oft so.
00:22:07: Und Flexibilität ermöglicht, dass das eben nicht passiert.
00:22:10: Dass es, dass vieles entspannter läuft.
00:22:13: Also, das war tatsächlich so die fünfte Love-Rule.
00:22:16: Dankbarkeit leben und Flexibilität ermöglichen oder auch wieder willkommen heißen.
00:22:21: So, und das waren sie jetzt die... Fünf Love Rules, ich wiederhole sie nochmal, also gemeinsam auftreten vor den Kindern als Einheit war die erste Love Rule, dann klare Aufgabenaufteilung oder klare Aufgabenteilung, dass auch die Abendroutine, das war die dritte Love Rule, einer macht, also natürlich abwechselnd, die vierte Love Rule, kein Handy nach zwanzig Uhr, sodass man wieder Zeit hat für sich oder für die Beziehung und fünfte Love Rule, Dankbarkeit leben, aber auch Flexibilität ermöglichen.
00:22:53: Und das ist sicher jetzt keine vollständige Liste.
00:22:56: Das heißt, wenn du sagst, hey, ihr lebt ja nach anderen Regeln oder Richtlinien, klingt zu streng, aber nach anderen Wegen, dann würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn du das auch in den Kommentaren teilst, weil die Kommentare werden ja nicht nur von mir gelesen, sondern auch von anderen Teilnehmenden zuhörenden.
00:23:12: Und das ist ganz, ganz spannend, auch zu sehen, was macht ihr, was funktioniert.
00:23:16: Ihr müsst es auch nicht zwangsweise hier reinschreiben in die Kommentare.
00:23:20: Ihr könnt es sehr gerne auch auf Social Media dazu schreiben.
00:23:23: Ich packe dir dafür den Link gleich einmal in die Shownutz rein.
00:23:26: Genauso wie das Freebie, sodass du alles zusammen hast.
00:23:29: Und ja, würde mich auch wahnsinnig freuen, wenn du eine positive Rezension da lässt.
00:23:34: Es ist immer schön, dass man sieht, es geht in eine richtige Richtung und ich treff da quasi die Erwartungen, das für mich auch immer ganz toll zu wissen und würde damit sagen.
00:23:45: dass ich hoffe, dass diese Lawful Holistic euch auch inspiriert haben, vielleicht das eine oder andere Raussuppeem, weil das wirklich eine Erleichterung bringt, weil sie sehr vieles für uns verändert haben und wir einfach froh sind, dass wir uns auf das committen konnten, weil dadurch unsere Beziehung auch in ein viel ruhigeres Fahrwasser gelangt ist.
00:24:04: Gut, damit wünsche ich dir einen wunderschönen Tag.
00:24:06: Danke fürs Zuhören, das weiß ich wahnsinnig zu schätzen bei der wenigen Zeit und ich freue mich sehr, wenn du bei der nächsten Folge wieder mit dabei bist, bei Das Neue Wir.
00:24:15: Bis dann.
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