Warum Gespräche so viel öfter im Streit enden

Shownotes

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Und nun zur Folge :)

Mit Kindern werden Gespräche oft mehr.
 Mehr Absprachen.
 Mehr Diskussionen. 
Und auch mehr Konflikte. Zumindest bei uns konnten wir das stark beobachten.

Nicht, weil wir uns weniger lieben –
 sondern weil Müdigkeit, Zeitmangel und Frust das Miteinander verändern.

In dieser Folge spreche ich darüber,
 warum Feedback in Beziehungen – vor allem im Elternalltag – so schnell eskaliert. Und wie ihr Kritik äußern könnt, ohne Streit auszulösen.

Denn das Ziel ist nicht, immer einer Meinung zu sein. (Geht das überhaupt? 😄) 
Sondern sich auch nach schwierigen Gesprächen noch respektvoll in die Augen sehen zu können.

Darum geht’s in dieser Folge:

  • Warum auf der „Welle der Emotion“ kein konstruktives Gespräch möglich ist
  • Wie aus kleinen Alltagsmomenten (z. B. Haushalt) schnell eine negative Konfliktspirale entstehen kann
  • Warum es nie um das Was, sondern fast immer um das Wie geht
  • Wieso unterschiedliche Kommunikationsstile (effizient vs. empathisch) zu Missverständnissen führen
  • Und warum Vergleiche („Ich mache mehr als du“) Beziehungen zermürben

Das Tool, das alles verändert hat: In dieser Folge teile ich ein einfaches Kommunikationstool, das deeskalierend wirkt und in stressigen Situationen hilft, klar und gleichzeitig verbindend zu sprechen.

Anhand eines persönlichen Beispiels aus unserer Beziehung
zeige ich, warum dieses Tool für uns einen echten Wendepunkt gebracht hat
– inklusive Tränen, aber aus Erleichterung.

Sind wir seitdem immer konstruktiv?
Nein.

Aber wir verstehen uns besser.
Und wir merken mit jedem Monat, dass Veränderung möglich ist, wenn beide es wollen. Und genau darum geht es :)

Wenn dir diese Folge geholfen hat, freue ich mich, wenn du einer Person weiterleitest, der sie hilft oder eine positive Rezension da lässt :)

Alles Liebe, Tanja

Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast das Neuvier, der Podcast für Eltern, die nicht nur funktionieren, sondern sich wieder als Paar fühlen wollen.

00:00:12: Und die Real Talk Schätzen darüber, wer es als Eltern eben auch ist.

00:00:17: Mein Name ist Tanja Zimmermann und ich freue mich, dass du hier bist.

00:00:26: Hallo und herzlich willkommen bei das neue Vier, der Podcast, der sich darauf fokussiert, wie Eltern ihre Beziehungen stärken können, auch in der schwierigsten Phase, die man mal mit Kindern hat.

00:00:40: Mein Name ist Tania, ich freue mich, dass du mit dabei bist und ich freue mich so sehr, dass wir heute ein ganz spannendes Thema besprechen.

00:00:46: Es geht um das Thema Konflikt, Konfliktverhalten und vor allem, wie kann ich eigentlich Feedback geben oder etwas sagen, was mich stört?

00:00:55: ohne dass es gleich in einem Streit endet.

00:00:57: Da gibt es ziemlich einige spannende Dinge, die man beachten kann und die vor allem dann wichtig sind, wenn ihr als Eltern überbelastet seid.

00:01:08: Warum?

00:01:08: Weil gerade, wenn man überall belastet ist, dann hat man sowieso eine dünnere Haut und hält mich zu viel Kritik aus.

00:01:15: Deswegen ist es ganz, ganz wichtig, dass ich so ein, zwei Gedanken, die ich heute teilen möchte und darin tue, wie man das machen kann, ohne dass man den Partner, die Partnerin, dann noch zusätzlich stresst.

00:01:27: Ja, und bevor wir starten, möchte ich mich dafür bedanken für die Rezensionen, fürs Zuhören.

00:01:35: Es macht mir unfassbar Spaß dieser Podcast.

00:01:38: Also das war ja wirklich eine... Eine Idee, die ich ganz spontan hatte, ich kann mich noch erinnern damals, mein Mann, die Kinder und ich, wir waren in den Niederlanden, wir haben so einen Roadtrip gemacht, da war unser Sohn zwei Jahre alt und unsere Tochter, ich glaub zwei Monate.

00:01:52: Und wir waren da in einem wunderbaren Ort in Sandford und sind am Meer spaziert.

00:01:57: und ich hab plötzlich diese Idee gehabt, hab sie meinem Mann erzählt, im Sinne von ich möchte einen Podcast machen, wo es in die Beziehung von Eltern geht.

00:02:05: Und zwar im Sinne von ... wie sie ihre Beziehung stärken, wie sie wachsen können, obwohl sie durch diese schwierigen Phasen halt gehen.

00:02:12: Diese Podcast ist deswegen so wichtig für mich, weil mein Mann und ich ebenfalls durch Hoch- und Tiefs gegangen sind und extrem viel lernen durften.

00:02:21: Und ich aber auch denke, dass das ein Thema ist, wo es viel mehr Realität, viel mehr Real Talk auch braucht, also im Sinne von wie schaut's in der richtigen Welt aus.

00:02:28: Und neben diesem Real Talk möchte ich aber sehr gerne eben noch... meinen Wissenteilen, dass ich nicht nur im Doing mit meinem Mann gelernt habe, sondern auch tatsächlich professionell als Profession ausübe, weil ich bin ja auch Trainerin und Coach in einem einfach für Führungskräfte im Business-Kontext, aber... Kommunikation und von gewissen Teilen der Kommunikation sind nicht nur für die Businesswelt relevant, sondern helfen tatsächlich auch Eltern ungemein und deswegen auch im heutigen Thema.

00:02:59: Und es ist für mich so schön, dass ich einfach sehe, dass diese Idee, die ich hatte am Strand von Sandfort, wo ich auch noch voller Selbstzweifel war, ob irgendwer meinen Podcast hören möchte und sich überhaupt jemand dafür interessiert, ja, dass jetzt du auch mit dabei wirst.

00:03:12: Du das hörst, du Kommentare und Gedanken mitmitteilst, also das wär sich wirklich sehr zu schätzen, von dem ihr vielen, vielen Dank.

00:03:20: Und damit können wir auch gleich ins Thema einsteigen.

00:03:24: Möcht ich gleich erzählen, warum ist dieses Thema heute für mich wichtig?

00:03:28: Das ist tatsächlich eines der größten Hürden, die man man und ich bezwingen mussten und immer noch bezwingen.

00:03:33: Nämlich unser Konfliktverhalten.

00:03:35: Und vor allem, wie können wir Dinge, die uns stören, so sagen, dass es der andere auch gut nehmen kann, ohne dass gleich eine Rechtfertigung oder ein Gegenangriff kommt?

00:03:46: Da kann ich auch gleich erzählen.

00:03:47: Also, man muss ja auch ehrlich etwas sagen.

00:03:49: Mit Kindern steigern sich die Diskussionen, Besprechungen, vielleicht auch Konflikte, möglicherweise.

00:03:55: Also bei uns war es definitiv so.

00:03:58: Und ja, das Frustlevel kann dadurch auch langsam, aber sicher, mitsteigen.

00:04:04: Vor allem wenn das ganze destruktiv ist.

00:04:05: Und da muss ich ehrlicherweise sagen, da waren mein Mann und ich schon auch so, dass wir sehr oft sehr destruktiv waren.

00:04:11: Warum?

00:04:12: Weil wir zwei völlig unterschiedliche Konfliktverhalten hatten.

00:04:15: Also mein Mann ist, also wir sind schon beide, die dazu tendieren, in den Angriff zu gehen.

00:04:21: Also Angriff ist ja eine Konfliktstrategie.

00:04:23: Keiner von uns hat die Strategie der Anpassung.

00:04:26: Also das passiert sehr selten und das wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht gewesen als Ausgleich.

00:04:32: Nein, wir sind bei dem Angriff oder tatsächlich im Fluchtverhalten, also in der Starrung im Sinne von, das ist dann eher mein Mann, wenn es ihm zu vieles zieht, dass ich zurück.

00:04:42: Das Ziel ist ja eigentlich, beim Konfliktverhalten immer in die Kooperation zu gehen, dass das Ganze konstruktiv wird.

00:04:48: Da wären wir immer besser darin.

00:04:50: Muss ich wirklich sagen, da haben wir einen sehr weiten Weg schon hinter uns gebracht und es hat einen großen Unterschied gemacht in unserem täglichen Zusammensein, weil wir dadurch auch gemerkt haben, dass Themen wie Wertschätzung, Nähe, das Zeigen kleiner Gesten viel viel einfacher von der Hand geht, wenn man eben auch viel harmonischer miteinander ist.

00:05:09: Aber natürlich, es ist immer wieder schwierig zwischendurch, weil je nach Müdigkeit, je nachdem wie viel Zeit das Paar bleibt, kann es auch mal sein, dass es nicht so konstruktiv ist.

00:05:19: ist mir völlig bewusst.

00:05:20: Das Ziel ist nicht, dass wir zu hundert Prozent ständig konstruktiv und in unserer Mitte sind.

00:05:26: Das Ziel ist, dass wir einfach konstruktiver werden, als wir es heute schon sind.

00:05:31: Ja, und da gibt es einen tollen Satz, den sage ich so gerne in meinen Trainings, nämlich auf der Welle der Emotion ist kein konstruktives Gespräch möglich.

00:05:41: Und das ist auch das, was sehr oft passiert.

00:05:44: Ich kann da gerne ein Beispiel dazu sagen.

00:05:46: Wenn Der Mann, oh Gott, jetzt bin ich in den klassischen Rollen, bitte verzeiht mir, ja?

00:05:51: Also ich bin, jeder kann alles machen, mein Mann und ich mache auch fünfzig Prozent, also Fifty, Fifty, Childcare, jeder von uns ist arbeitsstätig, also wir leben das, aber jetzt wirklich nur als Beispiel, sagen wir mal, der Mann lasst seine Socken irgendwo liegen.

00:06:04: Also man hat die Wohnung aufgeräumt, der Mann kommt heim, lasst seine Socken der wirft sich irgendwo hin und selbst stört das.

00:06:10: Und man merkt schon, beim ersten Mal räumt man sie vielleicht noch weg, sagt nichts, aber wenn das immer wieder kommt, dann kann es sein, dass die Emotion ziemlich steigt.

00:06:19: Und zwönst negativ, also das kann sein, dass da Wut ist oder auch Traurigkeit, dass der Mann eigentlich gar nichts schätzt oder gar nichts zieht, was wir den ganzen Tag leisten, sondern einfach dann wieder die Wohnung vollräumt mit Zeug.

00:06:30: Und dann sind wir auf diese emotionalen Welle.

00:06:35: Manche schlucken das vielleicht ein bisschen runter, andere gehen gleich in den Angriff und sagen es direkt, aber normalerweise, wenn wir emotional sind, und das vielleicht sogar gleich im Affekt sagen, Dann ist die Chance auf ein konstruktives Gespräch, wenn der andere auf die Emotion einsteigt, quasi unmöglich.

00:06:52: Das heißt, wenn ich auf die emotionalen Welle dahin reite und der Partner reitet auf dieser Welle gleich mit, dann kann das ziemlich in einer Konfliktspirale enden.

00:07:01: Es kann aber passieren, dass der Partner nicht darauf einsteigt.

00:07:05: Das kann das Ganze wieder deeskalieren.

00:07:07: Aber im Normalfall ist es wichtig, auf der Welledemotion ist kein konstruktives Gespräch möglich.

00:07:12: Das heißt, was passiert?

00:07:13: Wir müssen zuerst für diesen Surfbrett absteigen und diese Welle verlassen.

00:07:18: Und das passiert im Bestfall, indem wir das kurz mal runter, also nicht runter schlucken, sondern uns kurz mal Zeit nehmen, um runterzukommen emotional.

00:07:27: Da reichen oftmals nur zwei Minuten.

00:07:29: Das heißt, zwei Minuten, es nicht anzusprechen, sondern einfach mal sein zu lassen.

00:07:34: Oder... Wenn das der Partner schafft, dass er die Emotionen aushält, ohne es persönlich zu nehmen, dass das gegenüber diese Emotionen mal rauslassen kann.

00:07:44: Das ist das Wichtige.

00:07:45: Es geht bei den Emotionen oft nicht um das Wasser, sondern um das Wie.

00:07:48: Es macht einen deutlichen Unterschied, ob ich die Emotionen rauslasse und sage, wie ich mich fühle, wie ich empfinde oder ob ich jetzt da zum Schimpfen, zum Schreien oder sonstiges anfange.

00:07:56: Das heißt, man kann Emotionen nach Raum geben.

00:07:58: Das heißt ... Auch wenn dein Partner, deine Partnerin, mal emotional wird, ganz wichtig ist, hier mal ruhig zu bleiben, aber nicht im Sinne von zu gehen und zu schweigen, sondern wirklich mal zuzuhören und zu hören, worum geht's da gerade eigentlich?

00:08:12: Und dass aber der, der die Emotion hat, überlegt, okay, worum geht's mir gerade?

00:08:16: Nämlich brauche ich Raum, möchte ich die Emotion einfach loswerden und möchte ich eigentlich einfach nur gesehen werden.

00:08:21: Das heißt, worum geht's mir gerade?

00:08:24: Und das ist das Spannende, weil da fangen wir an.

00:08:27: konstruktiv miteinander umzugehen.

00:08:29: Und deswegen möchte ich heute auch ein konkretes Tool mitgeben, das sich von der gewaltfreien Kommunikation ableiten lässt, die gewaltfreie Kommunikation, von der halte ich sehr, sehr viel.

00:08:39: Ich habe noch heute, also es gibt auch ein Buch dazu, das habe ich in den Show Notes verlinkt, aber ich habe heute ein Tool mitgenommen, das man sich finde ich noch einfacher merkt.

00:08:48: Das ist ein Tool, das ich auch in den Trainings immer wieder mitgebe, was einfach jeder super schnell nutzen kann, um die eskalierend miteinander umzugehen.

00:08:56: Wichtig ist, Das Tool, das ich jetzt erkläre, das soll bitte nicht so sein.

00:09:00: Ich lerne jetzt die Sätze auswendig und gebe sie dann wieder, sondern natürlich sage ich es, wie ich bin.

00:09:05: Authentisch, ja, das ist ganz wichtig, weil sonst denkt sich der Paten-Departnerin, ah, was ist da jetzt los?

00:09:10: Ja, ich habe das Gefühl, ich rede mit jemand anderem.

00:09:12: Also nein, sprecht es quasi, wie sagt man so schön, wie einem der Schnabel gewachsen ist, nur einfach anhand dieser Struktur.

00:09:20: Ja, das Tool heißt tatsächlich WWW, also Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch.

00:09:24: Und das ist ganz wichtig, dass ich in der Ich-Formulierung sprechen möchte.

00:09:27: Ich empfinde so und nicht du bist das Problem.

00:09:30: Weil sehr oft, wenn wir in der Emotion sind, sind wir in der Du-Formulierung.

00:09:34: Also du musst das machen, du musst das machen, du hast das falsch gemacht und das sind wir eigentlich ziemlich schnell im Konfliktgespräch drinnen.

00:09:40: Das heißt Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch in der Ich-Formulierung.

00:09:44: Gut, was bedeutet das?

00:09:46: Dass ich zuerst mal beschreibe, was nämlich war.

00:09:50: Nehmen wir zum Beispiel mal die Socken her, die Sockengeschichte.

00:09:54: Das heißt Wahrnehmung, was nämlich wahr, Wirkung.

00:09:57: Wie wirkt das auf mich und der Wunsch?

00:10:00: Was wünsche ich mir für die Zukunft?

00:10:02: Was soll sich ändern?

00:10:03: Nehmen wir die Socken, Beispiel.

00:10:05: Schatz, ich habe gerade gesehen, die Socken liegen da am Sofa.

00:10:09: Ich habe den ganzen Tag geputzt und mich wirklich bemüht, dass es im Haushalt schön ausschaut.

00:10:13: Und ich habe dann das Gefühl, dass dir das nicht so wichtig ist.

00:10:17: Vielleicht ist es das, aber auf mich wirkt es so.

00:10:19: Ich würde mir wirklich wünschen, wenn du dich socken ausziehst, dass du sie wirklich gleich ins Badezimmer bringst und in die Spritzwäsche legst.

00:10:25: Ist das für dich in Ordnung?

00:10:26: Das ist ganz anders, als wenn ich sage, hey, warum liegt das schon wieder da?

00:10:30: Und immer schaut es aus, wenn du zu Hause bist.

00:10:33: Ich hab das Gefühl, ich putze eigentlich für die Fische.

00:10:35: Und du weißt es überhaupt nicht zu schätzen, was hier eigentlich passiert.

00:10:39: Du merkst vielleicht den Unterschied.

00:10:40: Wir sind auf einer ganz anderen Kommunikationsebene.

00:10:43: Und ... viel wertschätzender, aber auch erklärender.

00:10:46: Also der Partner, die Partnerin hat auch die Möglichkeit, in unser Innenleben zu schauen, im Sinne von, warum fühle ich so?

00:10:53: Also was nämlich subjektiv war, wie wirkt das auf mich und was wünsche ich mir für die Zukunft?

00:10:58: Also gerade der Wunsch für die Zukunft ist ganz wichtig.

00:11:01: Natürlich, ihr könnt es nach Wahrnehmung und Wirkung mal auch gegenfragen, wie siehst du das?

00:11:06: Weil so was soll ja nie ein Monolog sein und dann geht man, sondern das soll ja ein Gespräch sein.

00:11:11: Und was da aber noch dazukommt und jetzt wird es knifflig und spannend, da möchte ich immer gerne, also da werde ich auf jeden Fall eine extra Folge machen, weil wenn es da auch ganz stark reinspielt ist, dass wir unterschiedlich kommunizieren.

00:11:21: Also dieses Tool ist großartig und ich kann es dir wirklich empfehlen, also probier es aus, du wirst CNES macht einen Mega-Unterschied und schreibst dann auch gerne in den heutigen Instagram-Beitrag, den ich in den Schoenlots verlinkt habe, weil mich würde wirklich interessieren, dass deine Erfahrung damit ist.

00:11:34: Aber ich kann auch gerne mal ein Beispiel geben, was ich meinen mit, wir kommunizieren unterschiedlich.

00:11:39: Zum Beispiel mit meinem Mann und mir ist es so, wir sprechen ganz anders.

00:11:43: Mein Mann ist sehr häufig im Appell, also kurze prägnante Sätze.

00:11:47: Fokus ist bei ihm immer Ergebnis und Effizienz.

00:11:50: Ich bin sehr empathisch.

00:11:52: Also ich spiel meine Sätze relativ weich, ich nehme viele Füllworte, ich verbinde mich über Worte.

00:11:58: Das heißt, wir reden über die selben Dinge ganz anders.

00:12:01: Zum Beispiel wenn es darum geht, die Waschmaschine auszuräumen, wenn wir wollen, dass das der andere macht, wenn man selbst gerade kocht, beschäftigt, etc.

00:12:08: Mein Mann sagt zum Beispiel, räumst du die Waschmaschine aus?

00:12:11: Und ich sage, würdest du bitte die Waschmaschine ausräumen?

00:12:14: Oder magst du bitte die Waschmaschine ausräumen?

00:12:16: Und diese kleinen, diese so kleine, kleine Snippets, warum, also inwiefern Kommunikation anders ist, aber diese Kleinigkeiten machen oft auch einen riesigen Unterschied.

00:12:27: Deswegen ist es so wichtig, ich hab zum Beispiel dann über WWW ganz stark thematisiert, was ich möchte, nämlich du, ich hab das Gefühl, wir sprechen völlig unterschiedlich und auf mich wirkt es oftmals sehr hart oder vorwurfsvoll, wenn du mir diese Dinge so sagst, auch wenn du sie nicht zu meinst, sondern das ist nur, wie ich sie wahrnehme und ich würde mir wirklich wünschen, dass du da mit mehr Fühlworten arbeitest, ja, mit würdest du, könntest du, gar nicht für dich, sondern tatsächlich für mich, weil ich es dann viel besser nehmen kann und... Tatsächlich, dieser Konflikt, der sich da anbahnen könnte, wenn ich sage, ja, du bist immer so unhöflich, du behandelst mich, wie es wäre ich, wenn ich selbstverständlich, diesen Konflikt gab es dadurch nicht.

00:13:07: Sondern was da war, ist, wir haben uns hingesetzt und wir haben mal darüber gesprochen, warum wir unterschiedlich kommunizieren, woher das eigentlich kommt.

00:13:15: Das heißt, dieses WWW, das ermöglicht dir dieses Tool, auch danach viel tieferere Gespräche zu führen, weil wir haben durch dieses Gespräch dann gesehen, hey, ich möchte mich die Worte eigentlich verbinden.

00:13:28: Und mein Mann, der neigt aber nicht zur Verbindung, sondern der neigt dazu, sich auf das Ergebnis zu konzentrieren.

00:13:34: Das heißt auch gar nicht bösartig, da spüre ich die Verbindung dann nicht.

00:13:39: Und tatsächlich, das hat dieses Gespräch für uns alles verändert.

00:13:43: Wir hatten vielmehr Verständnis voneinander, auch wirklich füreinander.

00:13:48: Und ich hatte auch extrem das Gefühl, dass ich gesehen werde, was mich tatsächlich zur Tränen gerührt hat.

00:13:53: Ich bin auch nach dem Wasser gebaut, muss ich sagen.

00:13:55: und hat wirklich so vieles mit uns gemacht.

00:13:58: Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch.

00:14:00: Wie gesagt, das Buch zur gewaltfreien Kommunikation zu findet in den Show-Notes, aber Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch ist für mich wirklich so der Game-Changer, wie mein Wertschätzer miteinander umgeht.

00:14:13: So, das ist das Tool.

00:14:15: Kurz und knackig.

00:14:16: Und jetzt zum Abschluss sind wir deswegen bei jeder Diskussion mein Mann nicht automatisch konstruktiv.

00:14:22: Nein.

00:14:24: Warum?

00:14:24: Weil wir am Ende des Tages es immer sehr darauf ankommt, in welcher Energie sind wir, wie ich jetzt ausbezüglich, also wie wir fühlen wir uns gerade, fühlen wir uns gändere gesehen, nicht gesehen, wie ist die mentale Last.

00:14:37: Das heißt, da spielt natürlich alles mit rein.

00:14:40: Wichtig ist aber, wir sehen jeden Tag eine Verbesserung.

00:14:42: Mit jedem Monat, mit jedem Jahr, dass wir wirklich sehen, okay, was braucht der andere, wie kann ich Feedback geben.

00:14:49: Wie können wir Konflikte vermeiden und einfach die Harmonie bewusst stärken, weil es unseres Paar langfristig gut tut?

00:14:56: Und genau darum geht es.

00:14:57: Es geht hier nicht um Perfektion, es geht um Veränderung.

00:15:00: Und da sind auch Fehler erlaubt und völlig normal.

00:15:03: Aber es geht auch darum, dass man gemeinsam etwas verändern will und dass diese Kommunikation miteinander verschmilzt.

00:15:09: Und ich finde, das ist auch das, was ich bei langen Beziehungen so toll finde, wo immer einander gearbeitet wird oder miteinander an der Beziehung gearbeitet wird.

00:15:17: Nämlich man merkt, dass Man eins wird.

00:15:19: Man wird wirklich zu einer Einheit.

00:15:22: Und das ist ja auch der Sinn der Sache.

00:15:25: Man hat sich ja nicht umsonst dazu entschieden, Kinder in die Welt zu setzen.

00:15:29: Das hat man ja auch aus Liebe getan und wahrscheinlich mit dem Glauben, dass man für immer zusammen sein wird.

00:15:34: Aber dafür gilt es natürlich auch, Beziehungsarbeit zu leisten.

00:15:37: Genau.

00:15:38: Gut.

00:15:39: Ich hoffe... Die Folge hat dir gefallen.

00:15:41: Ich hoffe, das Tool ist eines, mit dem du sehr, sehr gut arbeiten kannst, dass du direkt ausprobieren möchtest, dass vieles für dich verändert.

00:15:48: Wie gesagt, bitte lasst mir das sehr gerne bei Instagram ein Kommentar da, würde ich mich sehr freuen.

00:15:52: Und auch hier eine positive Rezension, weil dann weiß ich, ich habe ins Schwarze getroffen, das hat wirklich gepasst, dann kann ich in Zukunft noch mehr Tools teilen.

00:16:00: Also, ja, würde ich mich sehr, sehr freuen.

00:16:02: Und genau, freue mich, wenn du nächste Woche wieder mit dabei bist.

00:16:07: Mach's gut!

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